Eigentlich sollte man meinen, das im Berliner Zoo längst kein Rummel mehr um Knut gemacht wird, aber denkste!
Immernoch sammeln sich ausreichend Leute um das Eisbärengehege im Tierpark von Berlin. Immernoch wird wild drauf los fotografiert sobald etwas weißes und kuscheliges im Gehege auftaucht. Und das im März bei kalten und nassen Wetter. Nagut, wenn ich ehrlich bin, wollte ich den Fernsehbären auch schon immer mal sehen, aber ich hatte das Gefühl, mindestens 80 % der dort sich freuenden Zuschauer wusste nicht einmal wer von den zwei Eisbären denn nun auch der Knut war.
Nun zur Vorgeschichte:
Mooky und ich haben sichtlich die Schnauze voll gehabt vom tristen Alltag hier im Harz. Ständig nur Bäume, Wald und Berge. Also haben wir uns spontan zu einem Kurztripp an die Ostsee entschieden.
Nur eine Woche später, nach meiner Zwischenprüfung, saßen wir im Auto auf dem Weg nach Freest. Wir hatten uns eine kleine Ferienwohnung für eine Nacht gemietet, und das im Blu Hus. Uns erwartete wirklich eine wunderbare und hübsch eingerichtete Wohnung mir Balkon und Blick auf den kleinen Fischerhafen von Freest. Zwar war die Fahrt anstrengend, aber das Bett umso weicher und Ruhe und Erholung, wenn auch nur für kurze Zeit, waren uns sicher.
Noch am selben Abend haben wir uns zur eingefrorenen Ostsee bei eisigem Wind an den Strand getraut. Nur die Abendsonne hat uns die Hintern gewärmt und wir haben eine Weile am Hafen die Zeit verbracht. Im kitschigen Sonnenuntergangsrot zusammengekuschelt, war das mit unter einer der schönsten Abende überhaupt. Mit eingefrorenen Nasen und kalten Fotografierfingern sind wir wieder in die Unterkunft. Allerdings nicht lange, denn wir hatten mächtig Hunger. Getrieben vom Appetit auf Fisch ging es dann anschließend nach einer kleinen Pause in ein Fischrestaurant. Zwar kam man sich als einzige Gäste ein bisschen einsam vor, aber immerhin war das Essen lecker (bis auf eine abgelaufene Ketchuppackung).
Am nächsten Morgen haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind in Richtung Berlin aufgebrochen. Vorher eine unkomplizierte Route auf der Karte ausgesucht, leitete mich das Navi allerdings quer durch Berlin Mitte. Und nein, es ist nicht schlimm in Berlin zu fahren. Ich habe mir das wirklich schwieriger vorgestellt. Der Zoo war schnell gefunden, allerdings kein Parkplatz. Wegen meiner Angst vor engen Parkhäusern, sind wir eisern eine halbe Stunde umhergegurkt und haben dann doch noch einen gefunden. Na endlich! Total aufgekratzt und unendlich aufgeregt und nervend (tut mir Leid Hasi!) sind wir endlich in Richtung Eingang.
Ja und wo ist jetzt Knut? Nagut, noch ein bisschen Geduld. Gleich am Eingang erwartete uns ein kleines graues Highlight. Ein Babyelefant tobt mit Mamaelefant im Gehege rum und präsentiert erste Kunststückchen. Allein dort schon eine Menge Fotos gemacht, sind wir weiter zu den nächsten Tieren bevor der Speicherchip der Kamera voll ist. Vorbei an zahlreichen sehr fotogenen Tieren, wie tanzende Bären, fressende Flusspferde und sich lausende Affen kamen wir dann auch bei Knut an. Allerdings hat man den vor Menschen so gut wie gar nicht richtig gesehen, naja. Ich muss sagen, die anderen Tiere waren besser. Vorallem hat mich ein kleiner Pandabär voll und ganz begeistert. Meine Güte war der putzig. Wenn ich groß bin, möcht ich so einen mal haben, ja Hasi?
Nach eingigen Stunden und ein paar Zoo-Pommes weiter, haben wir den Tag für vollkommen erklärt. Wirklich ein gelungener Tag! Noch ein paar Kilometer bis nach Hause und das Wochenende war leider schon wieder vorbei. Abschließend kann man von einem perfekt gelungenem Wochenende reden. Danke mein Hasi für dieses wunderschöne Wochenende mit dir.
Ich Liebe Dich!
Und übrigens: Meine Website befindet sich momentan im Umbau, und dann gibts ne Menge Fotos vom Ausflug zu sehen. Also monstadesign.de im Auge behalten.
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